Pfarr- und Gemeindesaal

Ort:
Brandenberg

Architekt:
Arno Fessler

Mitarbeit:
Markus Brandstätter, Rupert Messner,
Johannes Junker

Statik Holztragwerk:
FS1, Christian Stöffler

Akustik:
acoustics consulting, Franz Fleischanderl

Fertigstellung:
2012

Fotografie:
Markus Bstieler


Der bestehende Pfarrsaal wurde im Jahre 1969 als zweigeschossiger Neubau an der Nordseite des Widums errichtet, er entsprach nicht mehr den aktuellen Vorschriften in Bezug auf konstruktiven Brandschutz, Wärmeschutz, Fluchtmöglichkeiten und technischer Ausstattung.

Die Planung sah vor, das Untergeschoss als Sockel und den östlichen Gebäudeteil im Bereich des Eingangs lediglich zu sanieren, der Saal wurde abgebrochen.

Die neue Gebäudehülle wurde als 3 Gelenksystem mit aufgelösten Rahmenecken  als reine Holzkonstruktion ausgeführt, die Weißtannen für die Innenschalung wuchsen in den Wäldern um Brandenberg. Diese Schalung ist partiell geschlitzt und schafft in Kombination mit Plattenschwingern eine ausgezeichnete Akustik für verschiedenste Nutzungen.

Die Heizung, Lüftung, Belichtung und Beschallung des gesamten Gebäudes wurde ausgetauscht und modernisiert.

Der Aufgang in den Saal  und der Abgang vom Foyer in das Untergeschoss wurden baulich neu organisiert, ergänzt wurden ein behindertengerechtes WC und ein Stuhllager auf Saalniveau sowie ein Zugang zur angrenzenden Teeküche im Widum.

Die südliche Fassade lässt sich großflächig öffnen, sie schafft eine räumliche Verbindung zum neu  gestalteten, öffentlichen „Pfarrgarten“, einerseits, andererseits entsteht ein notwendiger zweiter Fluchtweg und ein barrierefreier Zugang. 

Das Untergeschoss wird im Süden um einen Anbau mit Treppe und Vorraum erweitert, der einen separierten Abgang zu den Vereinsräumen ermöglicht. 

Ziel des Entwurfs war es, durch eine differenzierte Lichtführung und einheitliche Materialien eine architektonisch dichte, elegante Atmosphäre zu schaffen.     


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