Haus Franziskus

Ort:
Innsbruck

Architekten:
Markus Brandstätter, Arno Fessler

Bauherr:
Seraphisches Liebeswerk

Mitarbeit:
Sabine Kopp, Bernhard Prem

Statik:
zsz Ingenieure, Thomas Zoidl

Fertigstellung:
2011

Fotograf:
Markus Bstieler

Das Seraphische Liebeswerk betreut in einer Häuserzeile der Elisabethstraße in Innsbruck Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung in Form von Wohngruppen, Werkstätten und Behindertentherapie.

In den Jahren 2008 und 2009 wurde eine behutsame Adaptierung einer der unter Denkmalschutz stehenden Villen für Behindertenwerkstätten im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss, sowie einer Wohngruppe im 2. Obergeschoss durchgeführt. Der nicht denkmalgeschützte Anbau aus dem Jahr 1962 wurde in behindertengerechter Ausführung für Therapieräume im 1.Untergeschoss bzw. Wohngruppen im Erdgeschoss und 1.Obergeschoss neu gebaut. Durch den Einbau eines Bettenliftes werden die unterschiedlichen Niveaus zwischen Villa und Anbau verbunden.

Im Anbau orientieren sich die Zimmer nach Norden und Westen, die notwendigen Fenster werden zu großzügigen Öffnungen in der weiß verputzten Fassade zusammengefasst. Stehende, weiße Faltschiebeläden bilden den Sonnen- und Sichtschutz und rhythmisieren die großen Fassadenöffnungen der Nord- und Westseite.

Die Wohnbereiche sind nach Süden zum privaten Garten- und Grünbereich hin geöffnet, vorgelagerte Balkone mit transparenten Geländern über die gesamte Südseite bieten Wetter-, Hitze- und Brandschutz.

Großflächige Wandverkleidungen aus Holz-Akustik-Paneelen schaffen eine angenehme Raumatmosphäre. Die unterschiedlichen Farben der Fußböden in den Geschoßen erleichtern die Orientierung den Gebäudeteilen.

Ein ca. 25 m langer unterirdischer Gang verbindet das 2. Untergeschoss des Hauses mit dem Kellergeschoss der ebenfalls vom Bauherrn als Behindertenwerkstätten und Wohngruppen genutzten Nachbarhäuser.

 


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