Lindenkirche

Ort:
St. Georgenberg, 6135 Stans

Architekt:
Rupert Messner, Arno Fessler

Mitarbeiter:
Markus Brandstätter

Restauratoren:
Sandra Mair, Franz Mair, Peter Kuttler

Planung und Ausführung:
2009 - 2014

Fotos:
Julia Baubin


Die Kirche "Maria unter der Linde" steht am Abhang nördlich der Wallfahrtskirche am Georgenberg. Ihre Ursprünge liegen in der Zeit um 1200, die jetzige Kirche stammt jedoch aus dem 15. Jahrhundert und wurde im Stil der Gotik erbaut.
Bis zum Jahr 2009 häuften sich Beobachtungen über Schäden durch Feuchtigkeit im Inneren und durch Steinschlag an der Nordwand der Kirche.
Eine Befundung des Innenraums zeigte die bauphysikalische Problematik der Wand- und Bodenbeläge, Einheimische wußten von historischen Malereien unter dem Dispersionsanstrich aus den 1970er Jahren.
Zu Beginn des jahres 2011 wurden die Joche, Läutarme und Läutseile der beiden Glocken erneuert und der Steinschlagschutzzaun entlang des Pilgerweges bis zur Kirche hin ergänzt.
Bei archäologischen Untersuchungen wurden 3 übereinanderliegende Fußböden und Fundamente einer romanischen Apsis freigelegt und dokumentiert.
Im April 2013 wurde mit der Freilegung der Freilegung der Wand- und Deckenmalereien begonnen. Durch einen glücklichen Zufall brach beim Abnehmen der Beleuchtung am Scheitel des Langhausgewölbes ein Stück Putz weg, und es kamen Fresken des Tiroler Rokoko Malers Christoph Anton Mayr von 1754 zum Vorschein.
Im Zuge der Steinsanierungen im Außenbereich wurde der Schwellenstein für den Westeingang ergänzt, die notwendigen Tuffsteine wurden in der näheren Umgebung abgebaut. Bei der Sanierung der Sonnenuhr wurden Winkel und Lage des Polstabes überprüft und festgestellt, daß diese die wahre Ortszeit (Winterzeit) recht genau anzeigt.
Nach Austrocknung der Anstriche im Inneren der Kirche wurde der Boden aus unbehandelten Lärchenriemen verlegt. Der Altar und die Sedilien wurden nach einem Entwurf von Rupert Messner in Nussholz gefertigt.


» Bildgalerie